{"id":72,"date":"2016-08-22T10:41:21","date_gmt":"2016-08-22T08:41:21","guid":{"rendered":"http:\/\/holisticenter.axiomthemes.com\/?p=72"},"modified":"2020-07-21T09:28:45","modified_gmt":"2020-07-21T07:28:45","slug":"pflegebeduerftigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/generationenberatung-eidloth.de\/?p=72","title":{"rendered":"Neuer Pflegebed\u00fcrftigkeitsbegriff"},"content":{"rendered":"<p><strong>Neuer Pflegebed\u00fcrftigkeitsbegriff<\/strong><\/p>\n<p>Im Zentrum der Reform steht eine neue Definition des Begriffs der \u201ePflegebed\u00fcrftigkeit\u201c. Ob und wie sehr jemand pflegebed\u00fcrftig ist, hing bisher davon ab, wie viele Minuten Hilfe derjenige ben\u00f6tigt. Um beispielsweise die so genannte Pflegestufe I zu erhalten, ben\u00f6tigte ein Betroffener mindestens 90 Minuten pro Tag Hilfe bei der so genannten Grundpflege, also der K\u00f6rperpflege, Ern\u00e4hrung oder Fortbewegung.<\/p>\n<p><strong>Neues Begutachtungssystem<\/strong><br \/>\nK\u00fcnftig werden neben k\u00f6rperlichen auch geistige und psychische Beeintr\u00e4chtigungen beurteilt. Im Zentrum steht dann die Frage, wie selbstst\u00e4ndig ein Mensch ist: Was kann derjenige noch oder wobei ben\u00f6tigt er Unterst\u00fctzung? Untersucht werden f\u00fcnf verschiedene Module, die jeweils in einer unterschiedlichen Gewichtung in die Begutachtung einflie\u00dfen.<br \/>\nDazu geh\u00f6rt zun\u00e4chst die Frage, inwiefern der Betroffene f\u00e4hig ist, sich selbst zu versorgen oder zu waschen. Aber auch kognitive F\u00e4higkeiten, wie zu kommunizieren bzw. soziale Kontakte zu pflegen, sollen hinterfragt werden. Zudem wird es k\u00fcnftig eine Rolle spielen, wie der Betroffene seine Krankheit und entsprechende Therapien bew\u00e4ltigt. Hier geht es beispielsweise darum, ob derjenige selbst\u00e4ndig seine Medikamente nehmen oder Verbandswechsel vornehmen kann.<\/p>\n<p><strong>Demenzkranke sollen profitieren<\/strong><br \/>\nGerade Demenzkranke sollen von diesem neuen System profitieren. H\u00e4ufig sind Menschen, die an Demenz erkrankt sind, k\u00f6rperlich noch fit, k\u00f6nnen die so genannte Grundpflege selbst durchf\u00fchren. Da sie aber schnell die Orientierung verlieren, nicht mehr alleine bleiben oder gar selbstst\u00e4ndig leben k\u00f6nnen, besteht ein hoher Betreuungsaufwand.<\/p>\n<p><strong>K\u00fcnftig f\u00fcnf Pflegegrade<\/strong><br \/>\nEine weitere entscheidende Neuerung: Die Pflegegrade. Bisher gab es drei Pflegestufen und die so genannte Pflegestufe 0 f\u00fcr Demenzkranke. Stattdessen gibt es k\u00fcnftig f\u00fcnf Pflegegrade. Wer bereits eine Pflegestufe hat, wird in den meisten F\u00e4llen in den n\u00e4chst h\u00f6heren Pflegegrad eingestuft, also bspw. von Pflegestufe 1 in den Pflegegrad 2. Ausnahmen: Wer zus\u00e4tzlich eine eingeschr\u00e4nkte Alltagskompetenz hat, wird zwei Grade h\u00f6her eingestuft. Das bedeutet: Wer aktuell die Pflegestufe 0 hat, wird automatisch in den Pflegegrad 2 \u00fcbergeleitet. Der Pflegegrad 1 wird komplett neu eingef\u00fchrt. Mehr dazu finden Sie weiter unten.<\/p>\n<p><strong>Station\u00e4re Pflege<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Menschen, die in der station\u00e4ren Pflege untergebracht sind, \u00e4ndert sich der zu zahlende Eigenanteil: Ab Januar 2017 m\u00fcssen sie einen einheitlichen Eigenanteil zahlen. Das hei\u00dft: Innerhalb eines Heims zahlen dann alle Bewohner den gleichen Beitrag \u2013 unabh\u00e4ngig vom Pflegegrad. Wie hoch dieser Eigenanteil ist, kann von Heim zu Heim variieren. Wichtig: Sollte dadurch Ihr Eigenanteil h\u00f6her werden als bisher, zahlt die Pflegekasse die Differenz.<\/p>\n<p><strong>H\u00e4usliche Pflege soll gest\u00e4rkt werden<\/strong><br \/>\nDas Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit m\u00f6chte mit dem Pflegest\u00e4rkungsgesetz vor allem auch die vielen pflegenden Angeh\u00f6rigen st\u00e4rken \u2013 immerhin werden rund zwei Drittel aller Pflegebed\u00fcrftigen von Angeh\u00f6rigen versorgt. So haben pflegende Angeh\u00f6rige k\u00fcnftig einen Anspruch auf Pflegeberatung und Schulungen.<\/p>\n<p><strong>Voraussetzungen f\u00fcr die Pflegerente<\/strong><br \/>\nWas ist dabei zu beachten?<br \/>\nWelcher Pflegegrad?<br \/>\nWelcher Aufwand muss damit verbunden sein?<br \/>\nWelche wohnumfeldverbessernde Ma\u00dfnahmen kann ich einleiten?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuer Pflegebed\u00fcrftigkeitsbegriff Im Zentrum der Reform steht eine neue Definition des Begriffs der \u201ePflegebed\u00fcrftigkeit\u201c. 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